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Winter hat Solarbranche kalt erwischt

03.02.2010|Volker Lange:

Der strenge Winter könnte zum Problem werden, denn ab 1. April droht eine geringere Förderung des Solarstroms. Die Anlagen müssen deshalb bis Ende März am Netz sein, denn ab 1. April soll die Einspeisevergütung nach Plänen der Bundesregierung noch einmal sinken. So sind derzeit die Auftragsbücher bei den Solarmodulherstellern zwar voll, für die Installateure ist es allerdings eine gewaltige Herausforderung, die die bestellten Module bei den Schneemassen bis Ende März auf den Dächern zu montieren. Alles was danach kommt, müsste mit den zusätzlichen Einschnitten leben.

Doch sind die geplanten Einschnitte tatsächlich so schlimm? Die Fachzeitschrift “Photon” glaubt das nicht. Chefredakteurin Anne Kreutzmann hält die geplanten Einschnitte – mit Einschränkungen – für verkraftbar. Denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz funktioniere nur dann wirklich effektiv, wenn sich die Förderung an der Höhe der Produktionskosten orientiere.  Mit der geplanten Anpassung der Vergütungssätze werde genau das wieder erreicht.

“Photon”-Experte Bernd Schüßlerrechnet sogar vor, dass auch künftig hohe Renditen zu erzielen sind: Es gebe komplett in Deutschland gefertigte Solarmodule für 1,50 bis 1,70 Euro pro Watt zu kaufen, so dass Hauseigentümer eine fertig installierte Anlage für 2200 bis 2700 Euro pro Kilowatt von ihrem Installateur bekommen könnten: “Damit kann der Hauseigentümer, auch wenn die Vergütung um 20 Prozent zusätzlich reduziert würde, eine Rendite von 5 bis 8 Prozent erzielen.”