Solarboom in den USA – und anderswo
27.02.2010|Volker Lange: Steht die USA vor einem Solarboom? Ja, glaubt die deutsche Ausgabe des Magazins “Technology Review“. Der Preisverfall bei Solarmodulen und neue gesetzliche Regelungen trieben die Entwicklung der Sonnenenergie in den Vereinigten Staaten an. Passend dazu wird in der amerikanischen Ausgabe ein Verfahren zur Produktion von Dünnschichtzellen vorgestellt, mit dem der Preis für Solarpanels auf gerade mal 1 Dollar pro Watt bis Ende des Jahres sinken soll. Hoffen wir das Beste! Die Bundesregierung wird nämlich nächste Woche die Kürzung der Solarförderung ab 1. Juli beschließen. Für Dachflächen wird es wohl eine Reduzierung um 16 Prozent, für Freiflächen um 15 Prozent geben. Solaranlagen auf Ackerflächen sollen ohne staatliche Gelder auskommen, sofern nicht schon zum 1. Januar 2010 eine Baugenehmigung vorlag und die Anlage bis Ende des Jahres Solarstrom ins Netz einspeisen kann. Allerdings: Trotz der massiver Kürzung bei der staatlichen Förderung tröstet Stuart Brannigan, Europa-Chef des chinesischen Solarriesen Yingli, die deutsche Solarbranche im Manager-Magazin. Die angekündigten Förderkürzungen würden dem deutschen Solarboom keineswegs den Garaus machen. Ganz nebenbei erklärt er auch, warum das chinesische Unternehmen deutschen Unternehmen zunehmend das Wasser abgraben kann und dass sich inzwischen hinter manchem deutschen Label Solarzellen chinesischer Produktion verbergen.
Morgenwelt Björn Hansen, Matthias Kirketerp, Volker Lange
Konzeption & Gestaltung: