2009 12
Mit altem Brot zu neuer Energie
23.12.2009|Volker Lange:
Jährlich fallen alleine in Südwürttemberg um die 10 000 Tonnen Altbrot an. Statt aufwendig entsorgt könnten diese zukünftig auch energetisch verwertet werden. Das meint zumindest Christian Alber, Absolvent der Hochschule Esslingen. Er hat für seine Bachelorarbeit ein Verfahren entwickelt, das den Energiegehalt des Altbrotes zum Backen frischen Brotes nutzt – und gleich ein Patent darauf angemeldet.
Die Idee, Brot auf seine energetische Verwertbarkeit zu untersuchen und eine Abschlussarbeit zu diesem Thema auszugeben, entstand aus der Zusammenarbeit mit der örtlichen Industrie. Das überraschende Ergebnis: Es gibt für große Bäckereien ein hohes Energieeinsparpotential, wenn das Altbrot durch Verbrennung als Energieträger für die Backöfen genutzt werden kann. Für eine Backofenanlage mit Thermoöltechnik kann das Altbrot verbrannt und die dabei entstehende Wärme mittels eines Thermoölkreislaufs zu den Backöfen geleitet werden, deren Energiebedarf so zum Teil gedeckt wird. Warum also Weizen, Mais oder andere Energieträger einsetzen, wenn fast der gleiche Rohstoff in großen Mengen als Abfall zur Verfügung steht?
“Erste Emissionsmessungen lassen uns sehr zuversichtlich sein, nun suchen wir noch einen Investor für die Pilotanlage”, so Alber. Unterstützt wird das Projekt von der Hochschule Esslingen, der BÄKO Südwürttemberg eG und der VISIOfacto GmbH.
Morgenwelt Björn Hansen, Matthias Kirketerp, Volker Lange
Konzeption & Gestaltung: